Ist Marketing zu „männlich“? Warum sich Business gerade verändert

Ich bin jetzt schon eine ganze Weile im Marketing unterwegs und durfte auch die Geburtsstunde und das Heranwachsen des Online Marketings miterleben. Damals noch voll angestellt. Also nicht als Personal Brand – sondern für ein Unternehmen ohne Personengesicht.
Seit damals gibt es klare Regeln zur Sichtbarkeit, zur Funnelbildung und zur Leadgenerierung. Quasi einen Wissenschaft für sich. Und diese Regeln wurden kaum hinterfragt. Es war einfach so: So funktioniert halt Online-Marketing, egal ob grosses Unternehmen oder Personal Brand. Alle machten es irgendwie gleich.
Natürlich habe ich das auch in meiner Selbstständigkeit übernommen. Ich habe es nicht groß hinterfragt, sondern einfach gemacht. Bis sich irgendwann etwas verändert hat.
Der Moment, in dem sich etwas nicht mehr richtig angefühlt hat
Immer öfter kam bei mir dieses Gefühl: Muss das eigentlich wirklich alles so sein?
Irgendwie fühle sich das alles nicht mehr stimmig an. Technisch. Hart. Es ging nur um Leads und gar nicht mehr um Personen. Es ging um Funnels und nicht mehr um die Menschen dahinter. Und genau das hat mich immer mehr gestört. Ich unterstütze Menschen und keine gesichtslosen Leads und möchte selber ja auch so gesehen werden.
Ich habe angefangen, das Ganze zu hinterfragen, weil es sich für mich einfach nicht mehr richtig angefühlt hat und mehr auf meine Intuition gehört.
Das bliebt natürlich nicht unbemerkt:
Sätze wie, „das kannst du nicht sagen“ oder „das kannst du so nicht posten, du musst es doch so und so machen“ bekam ich von verschiedenen „Beratern“, meist ungefragt – zu hören.
Aber weisst du was? Es war mir am Ende egal.
Ich habe mich damals selbständig gemacht, weil sich mein Berufsleben nicht mehr stimmig für mich angefühlt hat und genau das wollte ich auf keinen Fall in meine Selbständigkeit übertragen.
Wenn Marketing zu Druck wird
Bis heute sehe ich, dass einem im Marketing oft sehr harte Methoden begegnen. Du kennst das wahrscheinlich selbst: Du registrierst dich irgendwo, gibst deine E-Mail-Adresse an und plötzlich wirst du regelrecht bombardiert. Newsletter, Nachrichten, teilweise sogar Telefonanrufe. Und dann folgen Verkaufsgespräche, die sich oft gar nicht mehr wie Gespräche anfühlen, sondern extrem pushy sind.
Ich verstehe natürlich, dass Menschen etwas verkaufen wollen. Ich mache das ja auch. Aber diese Art und Weise fühlt sich für mich oft nicht mehr stimmig an.
Mich persönlich bekommt man damit nicht. Aber ich weiß auch, dass es Menschen gibt, die bei so viel Druck irgendwann einknicken. Und genau da wird es kritisch, weil es sich für mich teilweise schon an der Grenze bewegt – zumindest an der Grenze dessen, was sich für mich noch gut anfühlt. Der Druck entsteht nicht nur beim Interessenten, sondern auch bei dir, wenn du diese Methoden gegen dein Gefühl, das das der richtige Weg ist einsetzt.
Warum ich mich bewusst dagegen entschieden habe „Bro-Marketing“ zu machen
Natürlich hat jeder seinen eigenen Weg im Marketing. Und ja, es kommt immer auf das Produkt, die Zielgruppe und die eigene Persönlichkeit an. Aber diese harten Methoden waren für mich noch nie wirklich stimmig.
Ein Launch zum Beispiel macht absolut Sinn und folgt auch bestimmten Prinzipien. Aber selbst das wollte ich für mich anders gestalten.
Ich habe irgendwann verstanden, dass Marketing auch anders funktionieren kann. Gerade im Bereich Personal Brand und besonders bei Frauen läuft Business, Marketing und Verkauf oft nicht schlechter, sondern einfach anders. Intuitiver, persönlicher und näher am Menschen, ohne dabei an Strategie zu verlieren.
Die wichtigste Regel für mein Marketing
Die wichtigste Regel, an die ich mich heute halte und die ich auch meinen Kundinnen mitgebe, ist ziemlich simpel:
Mach es, wie du möchtest.
Natürlich solltest du ein gewisses Grundwissen haben und verstehen, wie Businessaufbau grundsätzlich funktioniert. Aber deine Intuition spielt eine viel größere Rolle, als viele denken. Gerade bei einer Personal Brand ist sie oft sogar entscheidend.
Herausforderungen ja – Verbiegen nein
Gleichzeitig gehört es dazu, dass du Dinge tust, die sich unangenehm anfühlen. Du wirst über deine Grenzen gehen müssen, und oft wirst du danach merken, dass es sich gelohnt hat, weil du gewachsen bist. Wirklich „ready“ bist du für solche Schritte nämlich nie, das kommt erst beim „machen“.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen Wachstum und Verbiegen. Wenn du merkst, dass sich etwas dauerhaft falsch anfühlt, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Und last but not least: Verkauf darf sich auch leicht anfühlen
Viele verbinden Verkauf sofort mit Druck, Überreden oder dem Gefühl, jemandem etwas aufzudrängen. Ist ja auch oft so. Der Verkäufer, der dich volllabert und nicht einmal zu Wort kommen läst, immer noch der Klassiker. Auch das ist der harte Verkauf. Auch wenn Menschen kalt angeschrieben oder zu etwas gedrängt werden. (Habe ich auch mal gemacht, heut ist mir das echt peinlich, da es null meinen Werten entspricht, anyways.)
Aber es gibt auch eine andere Art zu verkaufen. Eine, die über Verbindung funktioniert, über Vertrauen und über Community. Und meiner Erfahrung nach funktioniert genau das oft nicht nur besser, sondern auch nachhaltiger.
Warum sich Marketing gerade verändert
Ich bin überzeugt, dass sich Marketing, vor allem im Bereich Personal Brands, gerade stark verändert. Diese harten Methoden fallen immer mehr negativ auf, weil Menschen sensibler dafür werden. Was heute wirklich zählt, ist Persönlichkeit.
Was ich dir hier im Grund sagen will: Dein Marketing darf sich richtig anfühlen und leicht! Aufregend, aber nicht unangenehm.
Du musst dich also nicht verbiegen, um erfolgreich zu sein. Du darfst deinen eigenen Weg im Marketing finden. Einen, der zu dir passt, zu deiner Art und zu deiner Persönlichkeit.
Und ja, das ist oft gar nicht so leicht, wenn man lange gelernt hat, dass Marketing nach festen Regeln funktioniert.
Wenn du dabei Unterstützung möchtest, dann schau dir gern meinen Kurs „Monetize Your Talent“ an. Dort gehen wir genau diese Themen gemeinsam an und entwickeln einen Weg, der sich für dich wirklich richtig anfühlt.
Denn du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
Dieser Artikel ist von
Caroline Drblik
Ich bin Caroline Drblik, Webdesignerin für Dienstleisterinnen, Coaches und Trainerinnen wie dich – wenn dir eine ästhetische Website wichtig ist, die deinen persönlichen Stil widerspiegelt und deine Expertise unterstreicht.